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Grußwort zum 325. Kirchweihjubiläum der Trinitatiskirche Carlsfeld am 1. September 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wenn man andernorts seinen Urlaub verbringt, dann nutzt man Zeit und Gelegenheit dazu, Land und Leute ein wenig kennenzulernen. Nicht selten schaut man sich Innenstädte oder auch kleinere Ortschaften an und besucht die Sehenswürdigkeiten. Ich habe dabei immer eine positive Erfahrung machen dürfen. Das einzige öffentliche Gebäude, was immer zugänglich war, war die Kirche im Ort. Wenn man die Tür hinter sich geschlossen hatte, blieben Lärm, Hektik und Alltäglichkeit draußen. Man fühlt sich irgendwie herausgenommen. Neben dem Verweilen und auch der Stille des Ortes findet man in einer Kirche auch immer wieder Informationen zur Geschichte des Ortes oder auch der Region. Auch habe ich feststellen dürfen, dass irgendwie äußere Gestalt, Inneneinrichtung und künstlerische Gestaltung mit der Geschichte des jeweiligen Ortes zusammenhängen. Da gibt es die reich geschmückten katholischen Kirchen in Süddeutschland, Österreich oder Südtirol. Die evangelischen Kirchen in Deutschland weisen weniger Prunk aber nicht weniger Stil auf. Aber ich habe auch sehr schlichte, einfache, fast verfallene Kirchengebäude, etwa in Frankreich, gesehen. Alle haben mich beeindruckt. Es ist sehr interessant welche Entstehungsgeschichten Kirchen haben und wie verschieden Menschen in den jeweiligen Regionen aus ihrem Glaubensverständnis heraus Kirchen bauen und einrichten.

 

Auch die Trinitatiskirche in Carlsfeld macht hierbei keine Ausnahme. Der historische Zusammenhang der Errichtung der Kirche ist zurückzuführen auf einen Stifter, der den hier ansässigen Menschen auch eine geistliche Heimat geben wollte. So wurde ein Kleinod in jeder Hinsicht geschaffen. Älteste Rundkirche Sachsens, innen von Schlichtheit geprägt, aber auch beeindruckend schön.

 

Vieles wurde bereits gesagt und geschrieben, sodass jeder weiß, die Trinitatiskirche hier in Carlsfeld ist etwas ganz Besonderes. Nun feiert sie das 325-jährige Kirchweihjubiläum. Angesichts der Tatsache, dass es gerade im ländlichen Bereich oftmals versursacht durch Brände kaum ältere Kirchgebäude gibt, hat sie doch über die Jahrhunderte hinweg ihren ursprünglichen Charme erhalten. Die Carlsfelder waren und können stolz auf dieses markante Gebäude in ihrer Gemeinde sein.

 

Dem Bemühen, die Kirche zu erhalten und immer wieder zu erneuern ist es zu verdanken, dass sie heute als ein wichtiger Zeuge der Baukultur und des Glaubens im Ort erhalten blieb. Dafür gilt all jenen zu danken, die sich um die Gemeindearbeit in der Kirche durch die verschiedenen Epochen hindurch bemühten und die immer wieder für die bauliche Instandsetzung sorgten.

 

Kirchen sind einerseits Orte der Verkündigung, andererseits aber auch Orte der Kultur. Es ist deshalb sehr schön, dass die Kirchgemeinde über den Rahmen der Gemeindearbeit hinaus auch immer wieder kulturelle vor allem musikalische Veranstaltungen in der Kirche unterstützt. Ich denke dabei an die jährlichen Konzerte zur Kirchweih, auch zum Bandoniontreffen oder auch zu den einzelnen Veranstaltungen im Rahmen des Festivals „Mitte Europa“.

 

Kirchen sind auch Stätten die unser christliches Wertegefüge prägen. Neulich las ich in einer evangelischen Zeitschrift, dass nur noch 13 % der deutschen Bevölkerung den Kirchen die höchste Autorität zubilligt, wenn es darum geht, Werte und Tugenden vorzuleben bzw. vorzugeben. Diese Umfragestatistik hat mich doch ein wenig erschüttert, zeigt sie doch, dass Glauben im Leben der meisten Menschen eine immer geringere Rolle spielt. Auch der damit verbundene Wertekanon verliert im multikulturellen, mediengesteuerten Mainstream immer mehr an Kraft. Deshalb sind und sollten Kirchweihjubiläen nicht nur Feste zum Feiern des Bestehens der baulichen Hülle der Kirche sein, sondern auch Feste für die Erneuerung von christlichen Werten und Glauben.

 

Die Carlsfelder Kirmes hatte immer einen über die Ortsgrenzen hinaus gehenden Bekanntheitsgrad. Das verdankt sie vielen engagierten Einwohnern. Deshalb gilt mein herzliches Dankeschön all jenen, die an der Vorbereitung und Durchführung dieses schönen Festes mitgewirkt haben. So wünsche ich der Gemeinde und auch dem Ortsteil Carlsfeld, dass auch in Zukunft das Kirchgebäude immer weiter erhalten werden kann und dass von seinem Innern Glaube und christliche Werte in den Ort hineinwirken. Dazu möge unser Gott seinen Segen geben.

 

Uwe Staab
Bürgermeister