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Rede zur Jahreshauptversammlung der Freiwillige Feuerwehr Eibenstock am 7. November 2015

Sehr geehrte Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eibenstock,

Sehr geehrte Damen und Herren Gäste,

 

zur heutigen Jahreshauptversammlung möchte ich Ihnen die herzlichsten Grüße des Stadtrates und der Bürgerschaft der Stadt Eibenstock zur diesjährigen Jahreshauptversammlung als den gewissermaßen dienstlichen Höhepunkt für alle Kameradinnen und Kameraden in unseren Ortswehren überbringen. Gestatten Sie mir, wie in jedem Jahr, auf einige wenige Aspekte der Freiwilligen Feuerwehr in unserer Stadt eingehen zu dürfen und einen kleinen Ausblick für das Jahr 2016 zu wagen.

 

Das Jahr 2015 war in vielerlei Hinsicht ein sehr bedeutsames Jahr für die Gesamtwehr in Eibenstock, speziell für einige Ortswehren. Das herausragendste Ereignis liegt ja noch gar nicht lange zurück. Es wurde vor einem Monat hier ganz in der Nachbarschaft mit der Eröffnung des neuen Feuerwehrgerätehauses für die Ortsfeuerwehr Carlsfeld in würdiger Weise begangen. Schon in meiner Rede zu diesem Ereignis habe ich viel darüber gesprochen, welchen Stellenwert der Brandschutz in unserer Gemeinde hat. Deshalb möchte ich heute nicht auf weitere Einzelheiten zu diesem Ereignis eingehen. Wir können mit aller Freude und Dankbarkeit auf dieses gelungene Projekt zurückblicken. Die Leistung, die von unserer im Großen und Ganzen kleinen Gemeinde hier erbracht worden ist, ist in vielerlei Hinsicht nicht alltäglich. Allein die finanzielle Belastung, die dieses Gebäude mit sich brachte, zeigt den hohen Stellenwert, den die Feuerwehren in unserer Gemeinde besitzen.

 

Parallel zu dieser baulichen Investition haben wir wieder mit umfangreichen Anschaffungen in die Ausrüstung der Wehren investiert. Die Wunschlisten konnten sehr gut abgearbeitet werden. Unsere Feuerwehren verfügen über einen sehr guten Ausstattungsgrad und können sich in jeder Hinsicht als einsatzbereit verstehen.

 

An dieser Stelle möchte ich allen Kameradinnen und Kameraden für ihre Einsatzbereitschaft sehr herzlich danken. Wir haben es soeben vom Wehrleiter gehört, dass es auch in diesem Jahr wieder eine recht beträchtliche Anzahl an Einsätzen gegeben hat. Diese haben Sie mit Bravour gemeistert und alle Aufgaben gelöst. Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Jugendbereich verlaufen, wo es in allen Ortswehren junge interessierte Kinder und Jugendliche gibt, die Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr tun möchten. Ich bedanke mich daher bei allen, die mit persönlichem Einsatz, aufgewendeter Freizeit und fachlichem Wissen Werbung für unsere Feuerwehr in den Kindertagesstätten und Schulen unserer Gemeinde machen. Das ist nicht selbstverständlich und gebührt Dank und Anerkennung.

 

Das immerwährende Problem der Tageseinsatzbereitschaft haben wir bei einigen Einsätzen wiederum deutlich erkennen müssen. Umso erfreulicher finde ich die Tatsache, dass es in diesem Jahr wiederum gelingen konnte, weitere Mitglieder der Feuerwehr in den Bauhof der Stadt Eibenstock zu integrieren bzw. dass Bauhofmitarbeiter der Stadt Anträge auf Mitgliedschaft in der Feuerwehr gestellt haben. So sind nun 3 weitere Bauhofmitarbeiter Kameraden unserer Feuerwehr als es noch vor einem Jahr der Fall war. Auch wenn dies vorläufig erst einmal das Ende einer Entwicklung ist, so meine ich doch, dass wir hier unseren Verpflichtungen in den vergangenen Jahren nachgekommen sind.

 

Wenn man bedenkt, dass der dienstälteste Mitarbeiter in unserem Bauhof erst 8 Dienstjahre auf dem Buckel hat, so zeigt es, welchen Wandel wir in den vergangenen 5 Jahren durchgemacht haben. Dabei gab es so manche Diskussion im Positiven, aber auch im Negativen.

 

Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem personellen Umbruch nunmehr sowohl im Bauhof als auch in der Feuerwehr Stabilität bringen können. Ich wünsche mir, dass nun diesbezügliche Diskussionen nun nicht mehr geführt werden, da es ja kaum noch Änderungsmöglichkeiten gibt. Ob und inwieweit wir tatsächlich mit dieser Entwicklung die Tageseinsatzbereitschaft verbessern konnten, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

 

Die Entwicklung des städtischen Haushaltes in den nächsten Jahren wird einnahmenseitig weiter starke Einschnitte bringen. Dies erfordert von allen Bereichen der Stadt die notwendige Ausgabendisziplin und den Willen zu Einsparungen. In der Verwaltung und in den nachgeordneten Einrichtungen haben wir längst damit begonnen, alles auf den Prüfstand zu stellen. Angefangen von der kritischen Betrachtung der Aufgaben, die wir zu erfüllen haben oder zu erfüllen meinen, müssen wir immer wieder das Thema „Verbräuche“ in den Fokus rücken. Auch wenn die Energiekosten je Kilowattstunde etwas gesunken sind, so entbindet uns dies nicht von der Verpflichtung, weiter Energie einzusparen. Es ist ein Trugschluss, zu meinen, dass die rückläufige Tendenz der Energiekosten lange Zeit anhalten wird. Der nächste Preisanstieg wird auf jeden Fall kommen. Und darauf müssen wir vorbereitet sein. Ich denke, hier wird sich unsere Feuerwehr aktiv mit einbringen und auch Verständnis dafür entwickeln, dass wir auch zukünftig sehr hart sparen müssen.

 

Wie in jedem Jahr möchte ich auch ein kurzes Wort zum Zusammenwachsen der Ortswehren und zum gemeinsamen Handeln verlieren. Es ist nicht schön geredet, wenn man feststellt, dass der allgemeine Trend der guten Zusammenarbeit, vor allen Dingen im gemeinsamen Handeln bei Einsätzen, nach wie vor positiv zu sehen ist. Unsere Ortswehren sind gut ausgebildet und handeln bei Einsätzen kameradschaftlich und fachlich strukturiert. Die Aufgabe eines gemeinsamen Übungswochenendes sollten wir ernster nehmen und in den nächsten Jahren geschlossener teilnehmen.

 

Dennoch wäre es auch blauäugig, wenn man bestehende Probleme nicht beim Namen nennen kann. So ist z. B. die Einsatzübung am Hotel „Am Bühl“ in diesem Jahr nicht so gelaufen, wie wir es uns sicher alle gewünscht haben. Auch sind die Probleme in der Führung der Ortswehr in Eibenstock im 1. Halbjahr nicht unter den Teppich zu kehren. Hier haben wir Vertrauen verloren. Deshalb freue ich mich sehr, dass bei der Ortswehrleiterwahl am 24. Oktober in Eibenstock eine klare Entscheidung gefallen ist. Ich möchte dem neuen Ortswehrleiter Sven Queck und seinem Stellvertreter Andreas Wawerek, die jeweils mit großer Mehrheit gewählt worden sind, zu ihrer Wahl gratulieren und wünsche ihnen für ihre Tätigkeit stets ein gutes Händchen, persönliches Engagement und die Unterstützung der Kameraden der Ortswehr. Wir haben viel über die Struktur der Ortswehr in Eibenstock diskutiert und dies nicht immer einvernehmlich, sondern auch kontrovers. Auch im Nachgang meiner Entscheidung zur kommissarischen Einsetzung eines Ortswehrleiters für den Zeitraum bis zur nächsten Ortswehrleiterwahl haben die Diskussionen nicht abgerissen. Dies hat mich sehr nachdenklich gestimmt und betroffen gemacht. Und deshalb möchte ich, auch wenn es jetzt vielleicht etwas hart klingt, sagen, dass der Dienst in einer Feuerwehr für jeden Kameraden immer noch eine Herzensangelegenheit sein sollte.

 

Im Vordergrund sollte dabei immer der Dienst am Nächsten und die Erfüllung der Aufgaben stehen. Persönliche Befindlichkeiten haben eigentlich nichts in einer Feuerwehr zu suchen. Ich wünsche mir deshalb, gerade für die Ortswehr in Eibenstock, dass alle, und ich betone noch einmal alle, dieses Wahlergebnis jetzt akzeptieren und jeder mit seinen Mitteln und Möglichkeiten die neue Ortswehrleitung in Eibenstock akzeptiert und unterstützt. Ich sage auch so offen, wer dies nicht möchte oder vorhat, wieder dagegen zu arbeiten, der soll sich überlegen, ob er noch Mitglied dieser Feuerwehr sein möchte. Vor den Kameraden der neuen Ortswehrleitung liegen viele Aufgaben. Ich hoffe, dass alles gut gemeistert werden kann.

 

Für das Jahr 2016 stehen zwar keine so großen Investitionen in Gebäude an, aber wir möchten auch weiterhin im bisherigen Rahmen an der Ausrüstung weiter arbeiten. Dazu finden die regelmäßigen Abstimmungen zwischen der Wehrleitung und der Stadtverwaltung statt. Im investiven Bereich haben wir vor, im Ortsteil Weitersglashütte eine Löschwasserzisterne zu errichten, weil dort mit der vorhandenen Trinkwasserversorgungsleitung die notwendige Löschwasserbereitstellung, wie sie nach den neuen Standards erforderlich ist, nicht gewährleistet werden kann. Dazu beteiligt sich die Stadt Eibenstock an dem SN-CZ-Projekt „SOS“ gemeinsam mit der Gemeinde Bad Schlema und der Stadt Johanngeorgenstadt sowie weiteren tschechischen Partnern. Das Vorhaben wird 233.700 EUR kosten und wird zu 85 % über die EU finanziert. Ob wir hierzu die erforderlichen Fördermittel erhalten und in welchem Jahr (ob 2016 oder 2017) die Investition durchgeführt wird, steht noch nicht fest. Die Baugenehmigung für dieses Vorhaben wurde jedoch bereits erteilt. Im Rahmen der kreislichen Förderantragstellungen haben wir in die Prioritätenlisten ein neues Löschfahrzeug aufnehmen lassen. Auch an weiterem technischem Zubehör wollen wir in den nächsten Jahren zielgerichtet investieren. Doch wie beim Feuerwehrgerätehaus in Carlsfeld werden wir uns noch etwas gedulden müssen, bis wir in der Prioritätenliste soweit nach oben gelangt sind, dass wir einen Förderbescheid bekommen.

 

So möchte ich nun zum Schluss noch einmal Ihnen und Ihren Familien auf das Herzlichste für Ihre Einsatzbereitschaft und Ihr Engagement danken. Einen besonderen Dank haben wir als Stadt auch für die Begleitung bzw. Absicherung bei kulturellen und sportlichen Veranstaltungen zu sagen. Es ist mittlerweile ein sehr umfangreiches Aufgabengebiet und Eure Unterstützung ist keinesfalls eine Selbstverständlichkeit. Ich wünsche Ihnen, auch wenn es noch etwas früh ist, für das neue Jahr alles Gute, Kraft, Gesundheit und Gottes Segen.

 

Uwe Staab

Bürgermeister