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Rede zur Eröffnung des Schulhortes in der Kindertagesstätte Sonneneck in Sosa am 21. Oktober 2016

Sehr geehrter Ortsvorsteher,

Sehr geehrte Geschäftsführer des Diakonischen Werkes,

Sehr geehrte Frau Lötzsch,

Sehr geehrte Erzieherinnen und Erzieher,

Sehr geehrte Damen und Herren Gäste,

 

„Ein Land ohne Kinder ist ein Land ohne Zukunft.“ Diesen Spruch habe ich schon des Öfteren gehört. Er klingt wie eine Binsenweisheit, gewinnt aber im Zusammenhang mit Statistiken zur demografischen Entwicklung in Städten und Gemeinden oder auch in Landkreisen und Bundesländern eine fast existenzielle Bedeutung. Es steckt viel Wahrheit und auch viel Sinn hinter diesen einfachen Worten. Ich darf Ihnen versichern, dass diese Aussage aktueller denn je, insbesondere hier in den Hochlagen des Erzgebirges im ländlichen Raum, ist. Umso mehr freue ich mich über jedes Ereignis, an dem Kindereinrichtungen übergeben bzw. eröffnet werden.

 

Wir sind heute hier zusammengekommen, um für die Kindertagesstätte „Sonneneck“ in Sosa einen Anbau in Nutzung zu nehmen, der für diese Einrichtung so dringend benötigt wird. Hierzu möchte ich Sie auf das Herzlichste begrüßen und freue mich, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind.

 

Ohne im Detail auf die gesamte Geschichte der Kindertagesstätte hier auf diesem Grundstück eingehen zu wollen, möchte ich zum Werdegang der Sanierung des Anbaus einige wenige Ausführungen machen. Der Sosaer Ortsvorsteher, Tobias Unger, wird nachher bei der Schlüsselübergabe noch einige detailliertere Ausführungen hierzu geben.

 

Es war im Herbst 2014 als wir im Rahmen einer Ortsbegehung gemeinsam mit dem Träger der Einrichtung, dem Diakonischen Werk Aue-Schwarzenberg, hier in diesem Gebäude zusammensaßen, um die Problematik der Brandschutzauflagen für die Kindertagesstätte „Sonneneck“ zu besprechen, von deren Erledigung die weitere Betriebserlaubnis der Einrichtung abhängig war. Die stabil hohen Kinderzahlen sorgten hier in Sosa dafür, dass die Einrichtung stets voll ausgelastet war und auch immer unter Platzmangel litt. Besonders bestand das Problem für die Erledigung der Aufgabe des Schulhortes. Aus diesen Gründen war schnell klar, dass mittelfristig eine Erweiterung der Kapazitäten der Kindertagesstätte notwendig wird.

 

Noch in der gleichen Beratung wurde die Idee geboren, vielleicht doch den bisher anders genutzten Anbau wieder der Kindertagesstätte zuzuführen. Die einerseits von den Senioren genutzten Räumlichkeiten wurden ohnehin nicht mehr benötigt, da diese mittlerweile im neu gebauten Pflegeheim am Hillering untergekommen sind und dort wesentlich bessere Bedingungen vorfinden. Die weit schwierigere Aufgabe war, die Kraftsportfreunde Erzgebirge e.V., die den restlichen Teil des Erdgeschosses nutzten, davon zu überzeugen, eine neue gemeinsame Sportstätte am Sportplatz in Sosa in der alten Kegelbahn zu errichten. Wir wussten, dass das für die Sportfreunde eine Zumutung und Herausforderung zugleich war.

 

Ich möchte mich an dieser Stelle beim Ortsvorsteher bedanken, der viele Gespräche mit den Kraftsportfreunden geführt hat und sie letztendlich davon überzeugen konnte, den Standortwechsel durchzuführen. Ohne das Mitwirken der Kraftsportfreunde Erzgebirge e. V. wäre die nun zur Umsetzung gekommene Lösung nicht möglich gewesen.

 

Nachdem klar war, dass die Kraftsportfreunde die alte Kegelbahn am Sportplatzgelände umbauen, ging alles relativ schnell. Seitens der Stadt wurden die Möglichkeiten einer Förderung geprüft. Vom Landratsamt kam sofort das Signal, dass eine Förderung auch kurzfristig möglich sei. So beauftragten wir das Planungsbüro Weiß & Rudolph aus Eibenstock unverzüglich mit der Planung der Sanierung dieses Anbaus. Was folgte waren die gewöhnlichen Abläufe bei der Sanierung eines Gebäudes. Gespräche mit den Mitarbeitern der Einrichtung, Abstimmungsgespräche zwischen Betreiber und Gebäudeeigentümer und natürlich auch die Gespräche innerhalb der Stadtverwaltung zur Finanzierung der Maßnahme. Schließlich konnten wir auch angesichts der in Aussicht gestellten Förderung die Maßnahme in den Haushalt 2016 aufnehmen.

 

Es lief eigentlich alles wie am Schnürchen. Wir erhielten den Förderbescheid, konnten ganz normal ausschreiben und vergeben und haben das gesamte Jahr über an der Sanierung des Gebäudes gearbeitet. Wie immer, bei einem Altbau, gab es natürlich auch die eine oder andere Überraschung, die auch wie immer, etwas mehr Geld kostet als ursprünglich geplant. Ich möchte mich auch bei meinen Mitarbeitern in der Verwaltung, insbesondere bei Herrn Lux, bedanken, dass wir es trotzdem schaffen konnten, die Baukosten weitestgehend einzuhalten. Geplant waren ursprünglich 465.000 EUR, im Zuge des Baufortschritts entschieden wir uns für zusätzliche Maßnahmen, so dass letztendlich insgesamt 479.200 EUR in den Haushalt eingestellt wurden. Noch liegen nicht alle Rechnungen vor, aber so viel kann ich sagen, es wird wieder einmal eine Punktlandung. Dafür sei allen Beteiligten noch einmal herzlich gedankt. Vom Freistaat Sachsen erhalten wir, nachdem eine Ergänzungsförderung beantragt wurde, 249.535,- EUR, den Rest haben wir als kommunale Eigenmittel eingebracht.

 

In der Einrichtung selbst haben wir insgesamt drei neue Gruppenräume geschaffen. Neben Toiletten sowohl für die Kinder als auch für das Personal entstanden noch ein Abstellraum und eine freie Ecke für die „kleinen Baumeister“ der Kindertagesstätte. Der Durchgang zum Hauptgebäude wurde ebenfalls saniert, damit verbunden war auch die Sanierung des Raums für die Essenausgabe. Auch eine neue Garderobe entstand unmittelbar im Eingangsbereich des neuen Hortgebäudes. Auf insgesamt 232 m² können nunmehr rund 25 Hortkinder ihre nachmittägliche Betreuung erhalten. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass wir auch den Dachboden auf 100 qm gedämmt und auch Teile der Wohnung insbesondere im Eingangsbereich gebaut haben. Um die Verbindung zur Schule noch etwas zu verbessern, werden wir im kommenden Jahr dann noch den Durchgang zwischen der Kindertagesstätte und der Grundschule Sosa durch die Gartenanlage errichten. Die erforderlichen Mittel hierzu müssen im Haushalt 2017 eingestellt werden.

 

Damit haben wir nach dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Sosa und Eibenstock im Jahr 2011 bereits die zweite Kindereinrichtung sanieren können. Nachdem wir vor zwei Jahren die Grundschule in Sosa innen neu gestaltet haben, konnten wir die Aktivitäten bei der Kindertagesstätte ebenfalls erfolgreich zu Ende bringen, dazwischen lagen auch kleinere Investitionen, wie z. B. in den Spielplatz hier oder auch in den Spielplatz am Sportplatz bzw. in die Sportstätten selbst. Damit unterstreichen wir als Stadt insgesamt, dass uns die Kinder und die Bedingungen in den Kindereinrichtungen sehr am Herzen liegen. Alle Kindertagesstätten unserer Stadt, alle Schulen und Spielplätze sind überwiegend in einem hervorragenden Zustand. Dies erforderte stets das Bereitstellen von angemessen viel Geld im Rahmen der Investitionstätigkeiten der Stadt. Durch das Prinzip „Sparen und Investieren“ gelang es uns immer wieder, über die nötigen Eigenmittel zu verfügen, um Fördermittel für große Investitionen zu beantragen. Davon profitieren letztendlich alle Ortsteile.

 

Die Finanzierung der Kindertagesstätten ist eine gewaltige Aufgabe, die die Kommunen im Freistaat Sachsen zu meistern haben. Für unseren Haushalt bedeutet dies, dass rund 10 % des gesamten Budgets hierfür bereitgestellt werden müssen, Tendenz steigend. Auch verschiebt sich der Prozentsatz für die Elternbeiträge immer weiter, so dass wir für nächstes Jahr seit langem wieder eine Anhebung der Elternbeiträge vornehmen müssen. Eine solche Entscheidung fällt uns nicht leicht. Aber mit der stufenwiesen Absenkung des Betreuungsschlüssels wird auch eine Stärkung der Betreuungsqualität erreicht. So bitte ich um Verständnis für diese Entscheidung des Stadtrates. Wir können für jedes Kind einen Kita-Platz zur Verfügung stellen, wie es der Gesetzgeber fordert. Das ist ein positiver Zustand, der dem gegengerechnet werden muss.

 

Ich denke, dass die Sanierung dieses Anbaus hier auch ein Zeichen dafür ist, dass wir als Stadt ausgewogen und zielorientiert die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel einsetzen. Gewinner ist immer die Gesamtgemeinde und niemals ein Ortsteil allein. Darauf können wir alle miteinander sehr stolz sein. Was den Ortsteil Sosa anbetrifft, so haben wir im September dieses Jahres den Förderantrag zur Errichtung einer neuen Sporthalle gestellt. Die nötigen finanziellen Mittel hierfür sind ebenfalls im Haushalt bereits geplant. Je nachdem in welchem Jahr wir eine Förderung erhalten, werden wir auch hier vor allem für unseren Nachwuchs auch im Bereich des Schul- und Freizeitsports gute Bedingungen schaffen können. Wir bleiben also am Ball.

 

Für die Kindertagesstätte selbst freue ich mich, dass sich auch für die Erzieherinnen und für die Kinder selbst die räumlichen Bedingungen deutlich entspannen werden. Ich bedanke mich auch hier bei Frau Lötzsch für die Zuarbeit und auch die Unterstützung bei der Durchführung der Baumaßnahme. Bei allen Erziehern und Kindern und natürlich auch bei den Eltern bedanken wir uns für die Geduld während der gesamten Baumaßnahme. Uns ist durchaus bewusst, dass eine Baustelle während des Tagesbetriebes natürlich alles andere als angenehm ist. Nun aber ist es weitestgehend überstanden, am Ende bleibt das Schöne, nämlich ein neues Gebäude.

 

Ich wünsche Ihnen als Betreiber und Ihnen als Erziehungspersonal viel Freude bei der Arbeit hier in diesem Haus. Den Kindern wünsche ich natürlich auch viel Spaß bei der Nutzung dieser neuen Räume. Wir geben euch mit auf den Weg, es gut zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Dann haben wir alle unser gemeinsames Ziel erreicht. In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Gelingen.

 

Uwe Staab

Bürgermeister